Die bunte Unterwasserwelt Aquarella

Es war einmal eine wunderschöne, kleine Unterwasserwelt namens Aquarella. In dieser Unterwasserwelt waren alle glücklich, jeder hatte Spaß, keiner war alleine und alles war kunterbunt. Im Wasser glitzerten alle Tiere und Pflanzen in den prächtigsten Farben. Doch nur in Aquarella war die Welt bunt, außerhalb war nichts bunt – keine Wälder, Felder, Städte, Dörfer. Ja, sogar die Menschen waren schwarz-weiß.

Eines Tages kam ein Fischer mit seinem schwarz-weißen Boot. Er wollte gerade angeln, als er Aquarella sah. Er fragte sich: „Was sind das denn für Farben? Ich kenne nur die Kontraste schwarz-weiß.“ Sein Fischerboot hieß Tornado. Und den Namen verdiente es, denn in Null Komma nichts war der Mann bei Aquarella. Die Tiere spielten derweil unter Wasser. Der Mann dachte sich: „Wieso haben die Farben und wir nicht? Diese egoistischen Lebewesen wollen wohl nicht teilen?! Dann fische ich die Farben eben heraus.“ Er holte sein Netz und warf es ins Wasser. Dann holte er es wieder heraus. Er freute sich und machte sich und seine Kleidung bunt. Der Fischer hatte auch einen Fisch, den er in einem großen Gurkenglas hielt. Auch ihm wollte er eine Farbe geben. Aber nein, er gab ihm von jeder Farbe einen Klecks. Nun sah der Fisch wunderschön aus. Der Mann sagt zu seinem Fisch: „Rosenrot, ich möchte, dass alles Farbe bekommt.“ Er gab dem Himmel die Farbe Blau. Dieser spiegelt sich im Wasser. Nun hatte auch das Wasser eine Farbe, auch wenn sie heller und blasser war. „Jetzt will ich den anderen auf der Welt auch Farbe geben, “ sagte der Fischer und fuhr mit seinem Boot los. Dabei fiel das Gurkenglas um und der Fisch plumpste ins Meer. Die Tiere und Pflanzen hatten inzwischen einen großen Schreck bekommen, denn ihre Farben waren weg. Rosenrot wollte hinter dem Schiff herschwimmen, konnte es aber nicht einholen und schwamm zu einem nahegelegenen Korallenriff. Es war Aquarella. Sie sah, dass die Fische schwarz-weiß waren, gar nicht bunt wie sie. „Hat euch mein Fischer nicht bunt gemacht wie den Rest der Küste?“ fragte sie. „Nein, im Gegenteil“, antwortete ein weißer Fisch namens Flipper. Er hat uns die Farben gestohlen. „Ach ihr seid die, die von der Farbe nichts abgeben wollten.“ „Das stimmt doch gar nicht, wir wussten doch gar nicht, dass nur wir Farben haben“, mischte sich ein kleiner Fisch ein. Da antwortete Rosenrot: „Na gut, ich glaube euch. Aber wie kann ich euch helfen? Mein Fischer ist mit den Farben schon weg, aber ich könnte jedem ein bisschen von meiner Farbe abgeben.“ Von dieser Idee waren die Fische in Aquarella begeistert. So gab Rosenrot den Fischen Farbe von sich. Am Ende hatte Rosenrot nur noch rot. Sie war sehr betrübt. Ihr hatten die vielen Farben auf ihren Schuppen gefallen. Da hatte ein Fisch die Idee das Rot mit Weiß und Schwarz zu mischen. Das sah toll aus.

Nachdem sie nun so viele neue Freunde gefunden hatte, wollte Rosenrot für immer in Aquarella bleiben. Alle waren wieder glücklich in ihrer bunten Welt!

ENDE!

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